Entwurf Stadt Land Rhein Main

Mit dem Entwurf galt es, prototypische Quartiere für Umland-, Stadtland- bzw. Zwischenstadt-Ortschaften zu entwickeln. Sie sollen „the best of both worlds“ bieten – das Beste aus Stadt- und Landleben – also gut versorgt und gut an vielfältige Angebote angebunden sein, aber gleichzeitig Nähe zu Erholung und Natur sowie nachbarschaftliche Gemeinschaft und Unterstützung einlösen. Die Quartiere waren für äußerst heterogene Bewohnerschaften zu denken, die mit Studierenden, jungen Familien, Existenzgründern, agilen Silver Agern, alten Dorfbewohnern mit hohen und niedrigen Einkommen und aus unterschiedlicher etc. die demographischen Strukturen vor Ort bereichern. Die Auseinandersetzung mit neuen Arbeitsformen war als integraler Bestandteil der Konzeptentwicklung zu begreifen, da der Bezug zwischen Wohnort und Arbeitsplatz der Bewohner unmittelbare Auswirkungen auf Nutzungsmischung und Mobilitätsverhalten hat. In diesem Zuge waren zukünftige Entwicklungen der Moblitätsformen mitzudenken. Insgesamt sollen die Quartiere Lebensstile jenseits des bisherigen PKW-Pendlerdaseins fördern und somit neue Stadt-Land-Beziehungen beschreiben. Außerdem waren zukunftsfähige Versorgungsangebote zu integrieren. Es war dabei explizit Teil der Entwurfsaufgabe, Annahmen zu entwickeln, in welchen Formen und auf welchen Transportwegen eine nachhaltige Versorgung in den Umlandgemeinden der Region zukünftig stattfinden wird. Als grobe Richtwerte für den Nutzungsmix wurden 70% Wohnen, 20% Arbeiten, 10% Sonstige Nutzungen (Einzelhandel, soziale Infrastruktur usw.) vorgeschlagen. Diese Verhältnisse konnten konzeptabhängig angepasst werden.Die Reaktivierung der ehemaligen Bahntrasse war ensprechend der Planunterlagen anzunehmen. Obwohl die Trasse in Roßdorf, Gundernhausen und Groß-Zimmern freigehalten werden sollte, wurde sie vereinzelt überbaut, so dass nun teilweise eine neue Streckenführung erforderlich wurde, insbesondere in Groß-Zimmern, wo die Verbindung ursprünglich endete. Für diesen Entwurf war außerdem anzunehmen, dass die Strecke bis nach Dieburg weitergeführt wird. Dort könnten Nutzer/-innen beispielsweise in den RB61 nach Frankfurt umsteigen, so dass für die drei Ortschaften eine sinnvolle Vernetzung in die gesamte Metropolregion gegeben wäre. Es war zu klären, welche Rolle die neuen Bahnhöfe in den Quartieren zukünftig spielen werden und wie diese jeweils sowohl mit dem neuen Quartier als auch mit der bestehenden Ortschaft zu verknüpfen sind.