Siedlung_Intro

Entwerfen und Städtebau


Das Fachgebiet “Entwerfen und Städtebau” wird ab dem Wintersemester 2019/20 von Verena Schmidt und Andreas Krauth vertreten.

Bis August 2019 wurde das Fachgebiet von Prof. Dr. Nina Gribat geleitet.

Das Fachgebiet “Entwerfen und Städtebau” setzt sich in Forschung und Lehre mit Stadtentwicklungsprozessen und deren unterschiedlichen räumlichen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Ausprägungen im internationalen Kontext auseinander. Ein Schwerpunkt bildet die Erforschung und Vermittlung von integrierten strategischen Ansätzen des städtebaulichen Entwerfens und Planens, der auf maßstabsübergreifenden interdisziplinären Herangehensweisen beruht. Dabei wird Städtebau als eine Aufgabe begriffen, in die Ansätze von räumlicher Gestaltung, Steuerung und Forschung gleichwertig ineinandergreifen.

Aktuelles

Semesterprogramm

Dorfgemeinschaffen Golzow

Entwurf Master – 15 / 20 CP

Das Oderbruch in Brandenburg galt ab dem 20. Jh. bis zu DDR-Zeiten als „Gemüsegarten Berlins“. Golzow war in der DDR ein Vorzeigedorf der landwirtschaftlichen Produktions-genossenschaft (LPG) und befindet sich seit der Wende in einem Schrumpfungsprozess, der unter anderem die Grundversorgung der Ortsbewohner/innen gefährdet. In engem Austausch mit der Gemeinde Golzow sollen Konzepte und Strategien für eine regional-eingebetteten Nahversorgung für das Dorf entwickelt werden. Diese sollen zwischen den Bedürfnissen der Bewohner/innen, den regionalen Landwirtschaftsangeboten und digitalen Möglichkeiten vermitteln. In diesem Städtebauentwurf wird das praxisorientierteDesignBuild- Format eingesetzt. Handwerkliches, Gesellschaftlich-Partizipatives und Gestalterisches spielen im Projekt zusammen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Sommerschule in Golzow, in der ein Dorfladen+ gemeinschaftlich geplant und gebaut wird.

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Neuerscheinung

Die politische Stadt_Offizielle Titelseite


Die politische Stadt
Berlin, Madrid und das politische Feld

Christian Rosen

Erschienen im Juni 2018

Inhalt: In Hauptstädten wird Politik gemacht. Hier (inter-)agieren politische Akteure, um Gesetzesprojekte – aber auch die eigenen Karrieren – voranzubringen. Christian Rosen zeigt: Die konkreten Orte der politischen Praxis spielen dabei eine wichtige Rolle. Am Beispiel des nationalen Politikbetriebs in Berlin und Madrid untersucht er die temporäre soziale Produktion und dauerhafte Konstruktion dieser politischen Orte sowie ihre Bedeutung für die Handelnden. Dabei wird deutlich, wie die bloße Anwesenheit an bestimmten Orten – aber auch das Wissen über ihre richtige Nutzung – die Laufbahnen der einzelnen politischen Akteure und die Regeln des politischen Feldes beeinflussen können.

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Cover_Vergessene Schule

Vergessene Schulen
Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968

Nina Gribat, Philipp Misselwitz und Matthias Görlich

Erschienen im November 2017

Inhalt: Mitte der 1960er-Jahre machte sich an deutschen Architekturfakultäten Unmut breit: die Ausbildung zu sogenannten „Künstlerarchitekten“ schien Studierenden und Assistenten nicht mehr zeitgemäß. Aus Protest organisierten sie selbständig disziplinübergreifende Seminare und Prüfungen. Sie verschrieben sich der Verwissenschaftlichung des Entwurfs. Während der Studentenunruhen debattierten sie über den gesellschaftlichen Nutzen von Architektur und Planung, sie erprobten Partizipationsmodelle in der Praxis. Studierende druckten Flugblätter, agitierten in verschiedenen Politgruppen und gründeten Zeitschriften. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Archivrecherchen und Autorenbeiträgen wird ein detailliertes Panorama der heute fast „vergessenen Schulen“ entworfen. Die Herausgeber motiviert nicht nur ein historischer Rückblick, sondern auch die Aktualität zu heutigen Debatten über das Berufsbild von Planern und Architekten, sowie deren gesellschaftspolitische Verantwortung.

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