Siedlung_Intro

Entwerfen und Städtebau


Das Fachgebiet “Entwerfen und Städtebau” wird seit dem Wintersemester 2019/20 von Verena Schmidt und im Wechsel ihren Büro-Partnern Marius Gantert und Andreas Krauth vertreten.

Bis August 2019 wurde das Fachgebiet von Prof. Dr. Nina Gribat geleitet.

Das Fachgebiet “Entwerfen und Städtebau” setzt sich in Forschung und Lehre mit Stadtentwicklungsprozessen und deren unterschiedlichen räumlichen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Ausprägungen im internationalen Kontext auseinander. Ein Schwerpunkt bildet die Erforschung und Vermittlung von integrierten strategischen Ansätzen des städtebaulichen Entwerfens und Planens, der auf maßstabsübergreifenden interdisziplinären Herangehensweisen beruht. Dabei wird Städtebau als eine Aufgabe begriffen, in die Ansätze von räumlicher Gestaltung, Steuerung und Forschung gleichwertig ineinandergreifen.

Aktuelles

Semesterprogramm

Europan 16 – Living Cities

Bachelor Thesis/ Entwurf Master – 15 / 20 CP

Wie können monofunktional genutzte Flächen zu
lebendigen, integrativen und durchmischten
Stadträumen transformiert werden? Wie können wir
aktuellen und zukünftige Herausforderungen – vom
Klimawandel bis hin zu sozialen Ungleichheiten – mit
innovativen und integrativen Projekten begegnen?
Der Entwurf setzt sich mit einer ausgewählten
Wettbewerbsaufgabe des aktuellen Verfahrens
Europan 16 auseinander.
Was ist Europan? Europan will Kenntnisse und
Überlegungen im Bereich des Wohnungs- und
Städtebaus vertiefen und den Ideenaustausch
zwischen den verschiedenen Ländern Europas
fördern. Dazu werden Architektur- und
Planungswettbewerbe veranstaltet, die junge,
interdisziplinäre Planungsteams adressieren.
Weitere Informationen unter www.europan-europe.eu

© Verena Schmidt

Städtebau II – Stadt verstehen und gestalten

Vorlesung und Übung 5 CP

Die Vorlesung vermittelt Grundlagen des städtebaulichen Entwerfens. Dabei werden räumliche und gestalterische, ebenso wie soziokulturelle, ökologische und ökonomische Rahmenbedingungen berücksichtigt. Anhand von ausgewählten historischen und zeitgenössischen Projekten werden zentrale städtebauliche Themen im europäischen und globalen Kontext behandelt, sowie ein praxisorientierter Einblick in Handlungsfelder, Berufsbilder, Methoden und Instrumente des Städtebaus gegeben. Zur Gestaltung der Vorlesungsreihe tragen alle Professor/innen der Fachgruppe Stadt bei.

Publikationen

Die politische Stadt_Offizielle Titelseite


Die politische Stadt
Berlin, Madrid und das politische Feld

Christian Rosen

Erschienen im Juni 2018

Inhalt: In Hauptstädten wird Politik gemacht. Hier (inter-)agieren politische Akteure, um Gesetzesprojekte – aber auch die eigenen Karrieren – voranzubringen. Christian Rosen zeigt: Die konkreten Orte der politischen Praxis spielen dabei eine wichtige Rolle. Am Beispiel des nationalen Politikbetriebs in Berlin und Madrid untersucht er die temporäre soziale Produktion und dauerhafte Konstruktion dieser politischen Orte sowie ihre Bedeutung für die Handelnden. Dabei wird deutlich, wie die bloße Anwesenheit an bestimmten Orten – aber auch das Wissen über ihre richtige Nutzung – die Laufbahnen der einzelnen politischen Akteure und die Regeln des politischen Feldes beeinflussen können.

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Cover_Vergessene Schule – © Gribat, Misselwitz, Görlich

Vergessene Schulen
Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968

Nina Gribat, Philipp Misselwitz und Matthias Görlich

Erschienen im November 2017

Inhalt: Mitte der 1960er-Jahre machte sich an deutschen Architekturfakultäten Unmut breit: die Ausbildung zu sogenannten „Künstlerarchitekten“ schien Studierenden und Assistenten nicht mehr zeitgemäß. Aus Protest organisierten sie selbständig disziplinübergreifende Seminare und Prüfungen. Sie verschrieben sich der Verwissenschaftlichung des Entwurfs. Während der Studentenunruhen debattierten sie über den gesellschaftlichen Nutzen von Architektur und Planung, sie erprobten Partizipationsmodelle in der Praxis. Studierende druckten Flugblätter, agitierten in verschiedenen Politgruppen und gründeten Zeitschriften. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Archivrecherchen und Autorenbeiträgen wird ein detailliertes Panorama der heute fast „vergessenen Schulen“ entworfen. Die Herausgeber motiviert nicht nur ein historischer Rückblick, sondern auch die Aktualität zu heutigen Debatten über das Berufsbild von Planern und Architekten, sowie deren gesellschaftspolitische Verantwortung.

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