Siedlung_Intro

Entwerfen und Städtebau


Das Fachgebiet “Entwerfen und Städtebau” (Prof. Dr. Nina Gribat) wird sich in Forschung und Lehre mit Stadtentwicklungsprozessen und deren unterschiedlichen räumlichen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Ausprägungen im internationalen Kontext auseinander setzen. Ein Schwerpunkt bildet die Erforschung und Vermittlung von integrierten strategischen Ansätzen des städtebaulichen Entwerfens und Planens, der auf maßstabsübergreifenden interdisziplinären Herangehensweisen beruht. Dabei wird Städtebau als eine Aufgabe begriffen, in die Ansätze von räumlicher Gestaltung, Steuerung und Forschung gleichwertig ineinandergreifen.

Aktuelles

DIAGNOSE 1968/2018: Critical Perspectives on the Legacy of Reform and Revolt in Architecture, Planning and Urbanism

International Symposium

December 13-15, 2018

The year 1968 has marked a turning point for an array of different social, cultural and political movements and actions, which have had a lasting effect on the way we live together. In architecture and planning – contexts that are otherwise not known for wide-ranging internal disputes – these contestations have led to a process of introspection, fundamental questioning and radical experimentation, some traces of which remain present until today.

The 1968 ‘Diagnose’ exhibition at TU Berlin is representative for a range of reform initiatives in architecture faculties and planning approaches across European cities at the time. More and more, especially urban conflicts became an important issue in architecture and planning discourses: from housing shortages in Prague, the car-friendly remodelling of London, to the mass demolitions and ensuing monotony of standardised housing in Belgrade and Paris. The politics of urban development and increasingly also the implicit role of architects and planners were questioned. New and more critical practices were developed.

This international symposium aims to revisit reforms and revolts of 1968 and their impact on architecture, planning and urbanism aiming to critically examine their continuous influence up until today. Thus, 50 years after, the symposium aims to revisit and reflect on the development of urban practices in Europe since 1968, when Berlin’s planning and building development was denounced as a 'public assassination of a city'. Besides a retrospect, the symposium will address three main topics, which were central for the formulated critique in 1968 and still urgently need to be addressed in 2018: Housing, Land, and Critical practice.


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Städtebau Sommerschule Hoyerswerda

Fachgebiet Entwerfen und Städtebau (FG EUS)
Prof. Dr. Nina Gribat, Dipl. Ing. Christoph Muth

Thema:

Hoyerswerda wurde von den 1960er bis 1980er Jahren als zweite sozialistische Modellstadt der DDR ausgebaut. Die ehemalige Kleinstadt wuchs innerhalb weniger Jahrzehnte auf über 70.000 Einwohner an. Neben der Altstadt wurde in industrieller Bauweise die Neustadt gebaut. Beide Stadtteile sind von

einem Fluss getrennt. Seit der Wende befindet sich die Stadt in einem rasanten Schrumpfungs- und Stadtumbauprozess. Sie hat bis heute mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verloren.

Eine immer wieder diskutierte, aber bisher nicht gelöste Aufgabe ist die fehlende Integration der Hoyerswerdaer Alt- und Neustadt, nicht nur in (städte-)baulicher, sondern auch sozialer und kultureller Hinsicht. In dieser Sommerschule sollen Brückenschläge zwischen Alt- und Neustadt vor Ort untersucht und bearbeitet werden. Ziel ist es nicht nur für eine bessere stadträumliche Integration, sondern auch für ein Näherkommen der Alt- und Neustadtbewohner_innen zu sorgen.

Die Sommerschule wird in Kooperation mit dem Traditions- und Förderverein “Glückauf Schwarze Pumpe” e.V. und dem Gewerbering Stadtzukunft e.V. durchgeführt. Die Ergebnisse werden anlässlich der 750 öffentlich präsentiert und ausgestellt.

Kosten: Reisekosten und Unterkunft werden durch die Kooperationspartner getragen. Für Teilnehmer_innen fallen lediglich die Kosten für Verpflegung an.

Teilnahme: Bewerbungen bis 31.8.2018 per Email an: Prof. Dr. Nina Gribat – gribat@eus.tu-darmstadt.de

Weitere Informationen auch unter: gribat@eus.tu-darmstadt.de oder am FG EUS.

Förderung: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Lausitzer Seeland Stiftung, LebensRäume Hoyerswerda e.G., Kulturfabrik Hoyerswerda und Stadt Hoyerswerda.


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Neuerscheinung

Die politische Stadt_Offizielle Titelseite


Die politische Stadt
Berlin, Madrid und das politische Feld

Christian Rosen

Erschienen im Juni 2018

Inhalt: In Hauptstädten wird Politik gemacht. Hier (inter-)agieren politische Akteure, um Gesetzesprojekte – aber auch die eigenen Karrieren – voranzubringen. Christian Rosen zeigt: Die konkreten Orte der politischen Praxis spielen dabei eine wichtige Rolle. Am Beispiel des nationalen Politikbetriebs in Berlin und Madrid untersucht er die temporäre soziale Produktion und dauerhafte Konstruktion dieser politischen Orte sowie ihre Bedeutung für die Handelnden. Dabei wird deutlich, wie die bloße Anwesenheit an bestimmten Orten – aber auch das Wissen über ihre richtige Nutzung – die Laufbahnen der einzelnen politischen Akteure und die Regeln des politischen Feldes beeinflussen können.

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Cover_Vergessene Schule

Vergessene Schulen
Architekturlehre zwischen Reform und Revolte um 1968

Nina Gribat, Philipp Misselwitz und Matthias Görlich

Erschienen im November 2017

Inhalt: Mitte der 1960er-Jahre machte sich an deutschen Architekturfakultäten Unmut breit: die Ausbildung zu sogenannten „Künstlerarchitekten“ schien Studierenden und Assistenten nicht mehr zeitgemäß. Aus Protest organisierten sie selbständig disziplinübergreifende Seminare und Prüfungen. Sie verschrieben sich der Verwissenschaftlichung des Entwurfs. Während der Studentenunruhen debattierten sie über den gesellschaftlichen Nutzen von Architektur und Planung, sie erprobten Partizipationsmodelle in der Praxis. Studierende druckten Flugblätter, agitierten in verschiedenen Politgruppen und gründeten Zeitschriften. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Archivrecherchen und Autorenbeiträgen wird ein detailliertes Panorama der heute fast „vergessenen Schulen“ entworfen. Die Herausgeber motiviert nicht nur ein historischer Rückblick, sondern auch die Aktualität zu heutigen Debatten über das Berufsbild von Planern und Architekten, sowie deren gesellschaftspolitische Verantwortung.

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Semesterprogramm

EUS_SS2018_Entwurf

Rebstock – Utopia

Entwurf Master – 15 / 20 CP

Das Rebstockgelände liegt in einer Insellage im Westen Frankfurts, umgeben von Autobahnen, dem Westkreuz und Bahngleisen. Das Gebiet ist durch die Lage und eine spezielle Nutzungshistorie heterogen: Aus einem der ersten Flughäfen in Deutschland wurde in den 1960er Jahren ein Volkspark. 20 Jahre später kam ein Erlebnisbad hinzu. Neben vielen Schrebergärten und einem Wohngebiet gibt es Gewerbeansiedlungen und ein Eidechsenschutz- gebiet. Diese Ausgangslage ist optimal für die Entwicklung einer nachbarschaftlichen Zukunfts- vision, die der Frankfurter Entwicklung neue Impulse geben kann. Wie kann sich Rebstock zum Superstadt- teil von Frankfurt entwickeln und einen Ausblick gegen auf unser übermorgiges Leben? Der Entwurf schliesst eine intensive Auseinanderandersetzung mit der aktuellen Stadtentwicklungspraxis, mit der Utopiengeschichte im Städtebau und gegenwärtigen Zukunftstrends ein. Eigene Schwerpunkte und Vertiefungen werden von den Studierenden gesetzt.

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